Wie mich eine Geschichte findet

Vor rund drei Jahren besuchte ich den Gasthof «Kreuz» Herzogenbuchsee, um über die preisgekrönte Sanierung einen Beitrag für eine GVB-Publikation zu verfassen. Ich wurde von einem Mitglied des Projektteams «Kreuz» durch das Gebäude geführt und stiess dabei auf Gemälde, die mich sofort in ihren Bann zogen. Es handelte sich um Bilder der Malerin Helene Roth, eine Oberaargauerin, die 1928 eingeladen wurde, das für die Schweizer Frauenbewegung zentrale Wirken der damaligen «Kreuz»-Leiterinnen zu dokumentieren. «Über diese Bilder sollte jemand ein Buch schreiben», habe ich damals gesagt – und zur Sicherheit ein paar Handyaufnahmen der Bilder gemacht.


Immer wieder habe ich beim Durchscrollen die Bilder auf meinem Smartphone entdeckt und immer wieder dachte ich: «Jemand müsste wirklich darüber ein Buch schreiben!» Anfang 2021 war mir bewusst, was mir die Handybilder sagen wollten: «Ich sollte ein Buch über Helene Roth schreiben…» Anfang April 2022 erscheint es nun im Stämpfli Verlag Bern, mit grosszügiger Unterstützung zahlreicher Institutionen, Stiftungen, Zünften und Behörden, die ebenfalls an dieses Buch glauben.


Als Autorin werde ich oft gefragt, wie ich auf die Idee für Bücher komme. Es ist jedes Mal eine andere Geschichte. Dies ist die Geschichte von «Helene Roth und die Frauen vom ‹Kreuz› Herzogenbuchsee».

Handybild von 2019